Kirche - Pfersbach

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Kirche


Pfersbach gehörte kirchlich immer zu Mutlangen. Weil im 17. Jahrhundert immer wieder Klagen wegen seelsorglicher Betreuung laut wurde, wurde für Mutlangen mit Pfersbach zusammen ein Lokalkaplan eingesetzt. Von den Auslagen für die Pastoration sollte Pfersbach ein Viertel übernehmen.

Da aber die Pfersbacher nicht gewillt waren, ihren Anteil in Höhe von 1 Gulden 34 Kreuzer und 5 Heller zu bezahlen, blieb ein Defizit vorhanden, das von Mutlangen durch weitere Sammlungen ausgeglichen wurde.

Pfersbach selber hatte keinen Gottesdienstraum, sondern musste immer in die Georgskirche nach Mutlangen. Der Wunsch nach einem eigenen Gottesdienstraum wurde immer stärker und im Jahr 1893 ging er in Erfüllung.

Es wurde eine Ortskapelle erbaut und zwei Glocken angeschafft. Eingeweiht wurde die Kapelle am 7. Mai 1896 durch Dekan Schaupp, Wäschenbeuren. Die Kosten für die Kapelle haben die Pfersbacher Bauern selbst aufgebracht.

Nach bischöflicher Anordnung sollten die Pfersbacher auch weiterhin den sonntäglichen Gottesdienst in Mutlangen besuchen, monatlich sollte an einem Werktag in der Kapelle eine heilige Messe gelesen werden. Als dann 1907 die Schule in Pfersbach eröffnet wurde, kam der Ortspfarrer jeden Mittwoch zu einer Schülermesse mit anschließendem Religionsunterricht.

Die Bauern verpflichteten sich, jeweils den Pfarrer im Gefährt abzuholen und wieder nach Mutlangen zu bringen. Pfarrer Freist schaffte sich in den dreißiger Jahren ein Auto an und damit entfiel das Pferde- Taxi. In einer neueren Vereinbarung wurde den Pfersbachern vom Pfarramt zugestanden, dass monatlich ein sonntäglicher Gottesdienst in der Filialkapelle gehalten wird. Wenige Jahre nach der Einweihung der Kapelle wurde ein Kreuzweg beschafft, der von Superior Hitzel, Untermarchtal, eingeweiht wurde.

Die Kapelle zeigt heute im Äußeren ihre ursprüngliche Gestalt, das Innere jedoch wurde in den fünfziger Jahren während der Amtszeit von Pfarrer King umgestaltet. Eine weitere Veränderung im Inneren mit einem Volksaltar veranlasste Pfarrer Winterholler.

Seit dem letzten Jahrhundert gingen aus Pfersbach 7 Ordensschwestern hervor. Als einziger Pfarrer der aus Pfersbach stammt wird Wolfgang Kirschenesser genannt.

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